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Verlegung Platten

Unterbau und Gefälle

Der Aufbau des Untergrunds ist analog wie bei der Pflastersteinverlegung auszuführen. Bereits in diese Schichten wird das vom Gebäude wegführende Gefälle von 2 – 3 % eingearbeitet. Auf den standfest verdichteten Unter- und Oberbau wird die Plattenbettung aufgebracht die aus 5 – 7 cm Granulatasche, Kies bzw. Splitt (Körnung 2/5 mm) besteht. Das Plattenbett wird gleichmäßig abgezogen und nicht verdichtet. Die Platten werden nun, vollflächig im Bettungsmaterial aufliegend, verlegt.

Auf vorhandenen Betonunterkonstruktionen mit Gefälle (z. B. Dachterrassen, Balkone) erfolgt die Verlegung der Platten unter Ausgleich der Höhendifferenzen mit Mörtelsäckchen, Stelzlagern, Splitt, Feinkies oder Drain- bzw. Filtermatten mit aufseitiger Ausgleichsschicht.

Platten können auch in Mörtel verlegt werden. Wegen der Gefahr von Frostschäden wird dies für den Außenbereich jedoch nicht empfohlen.

Verlegung aus mehreren Lagen oder Paketen

Garten-, Balkon- und Terrassenplatten haben eine ähnliche Material- zusammensetzung wie Beton-Pflastersteine. Farbabweichungen und Ausblühungen sind grundsätzlich nicht vermeidbar. Zu diesem Thema gelten die gleichen Hinweise wie bereits im Bereich Pflaster beschrieben. Die Betonplatten sind während der Verlegung immer aus mehreren Paketen zu entnehmen um evtl. Farbunterschiede auszugleichen.

Vor dem Platteneinbau die Lieferung einer sorgfältigen Prüfung unterziehen, was Warenart, Menge und Qualität betrifft. Nach erfolgtem Einbau können Reklamationen, die auf vorher erkannte Mängel zurückzuführen sind, nicht mehr anerkannt werden.

Auch Platten werden mit Fuge verlegt

Bei der Verlegung einen gleichmäßigen Fugenabstand, zwischen
3 – 5 mm, bzw. produktabhängig nach den entsprechenden Vorgaben, einhalten. Fugenlose Verlegung ist unzulässig; maßgeblich ist DIN 18318.

Weiterhin ist zu beachten, dass zwischen dem Plattenbelag und angrenzenden, festen Bauteilen, eine Dehnfuge anzulegen ist. Bei Plattenverlegung im Sandbett sind die Fugen mit lehmfreiem Feinsand (Quarz- oder Silbersand) zu verfüllen und einzufegen. Den Fugensand nie mit Wasser einschlämmen, da dies eine ungleichmäßige, mangelhafte Befüllung zur Folge hätte. Die Fugenbefüllung entfällt, sobald die Platten auf Betonplatte, mittels Stelzlagern oder Mörtelsäckchen, verlegt werden.

Architektenplatte

Architektenplatten sind, was ihre Verlegung angeht, im professionellen Bereich anzusiedeln. Größe und Gewicht, eventuell auch das geplante Objekt, machen dies erforderlich. Die Verlegung auf Stelzlagern oder Mörtelsäckchen wird ausgeschlossen. Die konventionelle Verlegung im Splittbett, nach den hierfür bestehenden Regeln, ist praktikabel, sofern dem der Einsatzzweck nicht entgegenspricht. Sonderbauweisen, wie Verlegung im wasserdurchlässigen Mörtelbett, erfordern detaillierte Kenntnisse. Ein Fachmann muss immer herangezogen werden.

Reinigung und Pflege

Im Außenflächenbereich sind Verunreinigungen an Betonplatten unvermeidbar. Handelsübliche, neutrale Haushaltsreiniger helfen bei der Säuberung. Bei gröberen Verschmutzungen empfehlen wir die Verwendung von Steinreinigern. Zu nachhaltigen Beeinträchtigungen der Oberflächenoptik kann es z. B. durch Blattgut und Blüten kommen, die längere Zeit auf der Fläche liegen. Nach der Verlegung empfiehlt sich eine Versiegelung oder Imprägnierung, wodurch ein dauerhafter Schutz entsteht. Wichtig ist dabei, dass die Oberfläche der Platten trocken, staubfrei und sauber ist.

Einige der in diesem Katalog aufgeführten Platten sind mit einer Imprägnierung versehen, die eine ü̈blicherweise vorhandene kapillare Saugfähigkeit von mineralischen Baustoffen minimiert. Die Oberflächen haben eine wasserabweisende Eigenschaft, wodurch gleichzeitig die Schmutzempfindlichkeit deutlich reduziert wird. Auch diese Platten müssen, wie vor beschrieben, gepflegt werden. Diese Produkte sind nicht selbstreinigend! Auf die Behandlung mit Hochdruckreinigern sollte grundsätzlich verzichtet werden.